Fabian Gatermann

FABIAN GATERMANN hat in Wien und Köln Medienkunst und Design studiert. Seine Werke sind international in öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten, z.B im Museum Ritter.

ARTNEWS Interview:

Wer bist Du?
Mein Name ist Fabian Gatermann und ich bin Künstler.

Was hat Dich zur Kunst gebracht?
Ich glaube man findet im Leben seinen Platz, wenn man es versucht. Wobei Platz auch nur eine prozesshafte Beschreibung sein kann und wenn es einen Stuhl geben würde, so wäre er ziemlich unbequem. Aber lieber unbequem als auf dem vermeidlichen weichen und sicheren Plüschsessel. Zur Kunst bin ich mit der logischen Konsequenz in der Auseinandersetzung mit mir selbst und meiner Umwelt gekommen. Wobei mir meine Umwelt oft geholfen hat, indem sie mir gezeigt hat, dass man lieber umständlich eigene Regeln schaffen muss, als sich in vorhanden einzupassen. Vielleicht kann ich das auch einfach nicht gut. Angefangen habe ich mit der Fragestellung was Kunst und künstlerische Objekte für eine Wirkung haben und welchen Raum Kunst als diskursives Objekt einnimmt. Dabei habe ich eine Kunstfigur erfunden „Pieter Brenner“, der einen Stuhl aus Zucker entworfen hat. Die Rezeption in der Financial Times und der Business Week und daraus resultierenden Kontroversen, haben mich sicherlich desillusioniert im positiven Sinn. Nach und nach bin ich über den Diskurs über die konkrete Kunst zu meinem Fokus mit Licht und Wachstum gekommen.
 
Wie ist Dein künstlerischer Ansatz, wie würdest Du Deine Kunst am besten erklären?
Ich sehe Kunst als Experiment und Forschung, die in konsequenter künstlerischer Ableitung unterschiedliche Ergebnisse produziert. Es wäre wesentlich einfacher, immer wieder ähnliche Ergebnisse zu produzieren, aber das ist mir in der Funktion zu eingeschränkt. Mit meinem Ansatz kann ich unterschiedliche formale Ergebnisse erzielen, die sich aus dem Thema Licht und Wachstum ergeben. Ich arbeite einerseits mit Lichtdaten von Experimenten, die Licht als Welle und Teilchen beschreiben, aber anderseits auch mit Belichtungen und selbst bzw. reflektierenden Objekten. Dabei überlappe ich gerne die Ebenen von Inhalt und Form. Licht ist für mich ein universeller Stoff, verantwortlich für Wachstum, Träger von Information und verantwortlich für die Ambivalenz, dass je mehr wir wissen, sich die Unwissenheit nur noch vergrößert. 

Welches Projekt würdest Du gerne als nächstes realisieren?
Als nächstes  (will ich) m a c h e  i c h  ein Projekt an einem großen öffentlichen Bau. Hoffentlich.

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