Esther Hagenmaier

Die Künstlerin Esther Hagenmaier widmet sich in einem sehr individuellen und spezifischen Ansatz der Architekturfotografie.

Ihre Werke wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland und im Ausland präsentiert, darunter in der Schweiz, in Litauen und Ungarn. Hervorzuheben sind drei Ausstellungen im Jahr 2018: in Nürnberg zusammen mit Eugen Gomringer und Gisela Hoffmann. Als zweiter besonderer Ausstellungsort im Zusammenhang mit Gomringer ist das Kunsthaus Rehau, Institut für konstruktive Kunst und konkrete Poesie, zu nennen. Überaus bemerkenswert ist ihre fotografische Auseinandersetzung mit der skulpturalen Betonarchitektur Walter Maria Förderers, die in der Ausstellung Extractions in Luzern mündete.

Die Künstlerin wurde mehrfach mit Preisen, z.B. dem Opus-Fotopreis 2017, 2. Preis und Stipendien, wie Artist in Residence, Solothurn, ausgezeichnet. Esther Hagenmaier ist berufenes Mitglied der Deutschen Fotografischen Akademie DFA. Sie studierte Freie Kunst in Saarbrücken und Rennes, ihr Diplom machte sie als Meisterschülerin bei Sigurd Rompza.

In ihren Werken erforscht die Künstlerin die Wahrnehmungs- und Darstellungsmöglichkeiten von Raum und Fläche. Der Ausgangspunkt ihrer Arbeiten sind Architekturfotografien. Diese werden fragmentiert, ihre Umrisse werden neu definiert und zum Teil neu zusammengefügt. Als Ergebnis dieser Verfremdung entstehen shaped photographies und collagierte Werke mit einer irritierenden räumlichen Wirkung, die mehr einem Relief ähneln als einer Fotografie. Raffiniert hinterfragt die Künstlerin unsere Vorstellungen über Fläche und Tiefe, Innen und Außen und fordert uns zum bewussten Betrachten heraus, jenseits unserer vertrauten Sehgewohnheiten.